Im Leben lernen bedeutet zu wachsen. Das Leben ist eine Reise von Berg- und Talfahrten, von Wendungen, von Bekanntem und Neuem.

Gute und schlechte Zeiten. Glückliche und traurige Zeiten.

Das Leben ist immer eine Bewegung nach vorne.

Egal, wo du dich auf der Reise befindest, du bewegst dich vorwärts – und das macht es so großartig. An manchen Tagen fragst du dich, was um alles in der Welt dich jemals glücklich und erfüllt machen wird. Und beim nächsten Mal bist du perfekt im Flow, im Zustand völlig entspannter Leistungsfähigkeit.

Was dir jedoch niemand sagt, wenn du noch ein unschuldiges Kind bist, sind all die kleinen Dinge, die mit dem „Erwachsenwerden“ einhergehen.

1. Die meisten Menschen haben Angst, ihre Fantasie einzusetzen.

Sie haben den Kontakt zu ihrem inneren Kind verloren. Sie fühlen sich nicht „kreativ“.

Sie mögen Dinge „so wie sie sind“ und verharren in ihrer Komfortzone. Sie wagen nichts Neues, aus Angst zu scheitern, das Gesicht zu verlieren.

Deshalb schieben sie Dinge auf oder fangen sie erst gar nicht an. So verharren sie ihr Leben lang in Mittelmäßigkeit.

2. Dein Traum interessiert niemanden.

Vermutlich gibt es einige Leute, die dich in deinen Ambitionen unterstützen. Vor allem dann, wenn sie selbst einen Vorteil davon haben. Aber am Ende des Tages kümmert sich niemand um dein Wunschziel, wenn du es nicht selbst tust.

3. Freunde kommen und gehen.

Die meisten Freunde bleiben nur für einen bestimmten Zeitraum – normalerweise in Bezug auf dein aktuelles Interesse. Wenn du dich weiterentwickelst oder sich deine Prioritäten ändern, ändert sich auch ein Teil deines Freundeskreises.

4. Dein Potenzial steigt mit dem Alter.

Wenn Menschen älter werden, neigen sie dazu zu denken, dass sie immer weniger können. Dabei ist in der Tat das Gegenteil der Fall. Denn weil sie Zeit hatten, mehr Wissen aufzunehmen, können sie auch mehr Dinge tun. 

Denn können kommt von Tun. In etwas großartig zu sein, ist nämlich das Resultat täglicher Routine. Kein Mensch wird als Experte geboren.

5. Spontanität ist die Schwester der Kreativität.

Neben Routinen brauchst du allerdings zusätzlich den Freiraum, spontane Entdeckungen zu machen.

Die gesunde Mischung zwischen Routine und Spontanität ist der Schlüssel zum Erfolg. Erinnerst du dich, wie spontan du als Kind warst?

6. Deine Seele muss baumeln können.

Wann hast du das letzte Mal Luftschlösser gebaut? Deinen Gedanken freien Lauf gelassen? Wunschträume und Ideen im Geiste ausgeklügelt?

Kreativität entsteht nunmal nicht auf Knopfdruck. Sie entsteht nur dann, wenn der (Leistungs-)Druck von außen nachlässt und wir Zeit und Muße zum Tagträumen haben.

Gönne dir die Muße. Plane aktiv Zeit für Nichtstun in deinem Alltag ein.

7. Die meisten Menschen tun nicht, was sie lieben.

Das ist die traurige Wahrheit. Die meisten Menschen führen nicht das Leben, von dem sie träumen.

Vielmehr funktionieren sie in einem System aus lauter Zwängen. Sie machen "bloß einen Job" statt einer Berufung. Ihnen fehlt die Zeit oder das Geld, um ihre Träume zu realisieren.

Und der Grund dafür ist: Sie geben zu früh auf, sind nicht willens für Ihre Ideale zu kämpfen. Je älter du wirst , desto schwieriger wird es, das Ruder herumzureißen.

Fange also am besten gleich heute an, deine Leidenschaften zu entdecken und zu leben.

8. Viele hören nach der Schule auf zu lesen.

Frage jeden, den du kennst, welches das letzte gute Buch war, das sie gelesen haben. Und ich wette, die meisten antworten mit „Puh, ich habe lange kein Buch mehr gelesen.“

Dabei bleiben wir durch lebenslanges Lernen und Lesen vital und flexibel im Geiste. Es erweitert den Horizont und zahlt so wiederum auf unser Kreativitätsvermögen ein.

9. Die Leute reden mehr als sie zuhören.

Viele Menschen wollen beim „miteinander“ reden meist lediglich ihre eigene Botschaft loswerden. Folglich hören sie ihrem Gegenüber nicht richtig zu.

Dabei besagt schon das Sprichwort „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“, dass es wesentlich wertvoller ist, dem Gegenüber zuzuhören, statt permanent darauf zu warten, die nächste eigene Nachricht absetzen zu können.

Das gilt für jedwedes Gespräch. Im Verkaufsgespräch beispielsweise findest du nur über gutes Zuhören heraus, welche Bedürfnisse dein Kunde hat. Im Mitarbeitergespräch gelingt es dir über Fragen deutlich besser, deinen Gegenüber zu Eigenverantwortung anzuhalten.

10. Kreativität braucht Praxis.

Es ist paradox, dass wir einerseits als Gesellschaft Kreativität loben und anstreben. Und andererseits tun wir doch so viel wie möglich, um jedwede Kreativität durch Kontrolle, KPI’s und Regeln im Keim zu ersticken.

Dabei verhält es sich mit der Kreativität wie mit den Muskeln beim Sport. Nur durch regelmäßige Übung und Praxis wächst sie. Trainiere deinen kreativen Muskel und probiere neue Dinge aus (egal was andere darüber sagen).

11. Erfolg ist relativ.

Erfolg wird häufig mit Reichtum und gesellschaftlichem Ansehen verknüpft. Schon als Kind lernen wir, zu den Erfolgreichen aufzuschauen.

Dabei ist Erfolg subjektiv. Denn für die eine Person können Reichtum und Ansehen erstrebenswert erscheinen, während jemand anderes das Leben in Minimalismus und Abgeschiedenheit glücklich machen.

Definiere deinen eigenen Erfolg und kopiere nicht einfach die Meinung anderer.

12. Du kannst deine Eltern nicht ändern.

Eine schwierige Wahrheit, wenn du älter wirst: Du kannst deine Eltern nicht ändern. Auch wenn viele es bis ins Erwachsenenalter versuchen, es funktioniert nicht.

Sie sind, wie sie sind.

Liebe sie dafür, dass sie dich in Welt gesetzt haben und dir nach bestem Wissen den Weg geebnet haben. Dann nimm diesen Rucksack und mache etwas draus.

Schau nach vorn. Verwandle die Dinge, die dich inspirieren zu Wachstum und Vorankommen und lass die Dinge, die dich belasten, hinter dir.

13. Du musst nicht jedem gefallen.

Wenn du jünger bist, glaubst du, der ganzen Welt gefallen zu müssen.

Das musst du nicht.

Die einzige Person, der du Rechenschaft schuldig bist, ist dein eigenes Spiegelbild, das dir morgens entgegenblickt.

Tue, was dich glücklich macht, und erschaffe dir das Leben, das du für dich selbst leben möchtest. Dann nämlich folgen Erfolg und Zufriedenheit von alleine.

14. Nichts fühlt sich so gut an wie etwas, das du von Herzen tust.

Deshalb frage dich zuerst: Wofür brenne ich? Was ist mir wirklich wichtig im Leben?

Danach entscheide, wohin du dich entwickeln willst.

Das gilt für dein Privatleben wie deine berufliche Entwicklung. Wir verbringen 50% unserer Lebenszeit bei der Arbeit. Daher darf sie gerne Spaß machen.

Folge deinem Herzen und der Rest wird automatisch folgen.

15. Dein Potenzial hängt davon ab, wie gut du dich selbst kennst.

Diejenigen, die sich selbst kennen und ihre Stärken zur Exzellenz ausbauen, nehmen jede Hürde mit Leichtigkeit. Sie kennen ihre Kompetenzen, erreichen ihre Ziele und wachsen stetig über sich hinaus.

Denjenigen, die sich selbst nicht kennen und die den Aufwand scheuen, sich mit sich selbst zu beschäftigen, fehlt die Fähigkeit, sich eine eigene Zukunft zu schaffen. Vielmehr lassen sie sich von den Erwartungen anderer leiten.

16. Konsequenz ist die halbe Miete.

Wie wichtig eine klare Zielvorstellung und regelmäßige Routinen sind, haben wir bereits besprochen. Konsequenz ist die dritte Erfolgszutat.

Verfolge deine Leidenschaften mit Konsequenz. Tue jeden Tag einen Schritt in Richtung Ziel. Erfrage dir proaktiv kritisches Feedback, aber blende notorische Nörgler aus.

Hab eine klare Vorstellung, wohin du willst und bleib dran – vor allem dann, wenn es schwierig wird. Denn so setzt du schon bald deine Vorsätze in die Tat um.

17. Du bist der Spiegel der 5 Personen, mit denen du die meiste Zeit verbringst.

Niemand erschafft sich selbst. Wir interagieren mit unserem Umfeld. Wir beeinflussen andere und werden von anderen beeinflusst.

Folglich spielt es eine entscheidende Rolle, mit welcher Art von Menschen du dich umgibst. 

Suche dir also bewusst Personen aus, die bereits dort sind, wo du hinwillst. Und mit der Zeit wirst du automatisch die Dinge erreichen, die du an ihnen bewunderst.

18. Deine Überzeugungen sind nicht fix.

Wo immer du dich im Leben befindest, was immer du anstrebst und mit welchen Menschen du dich umgibst, prägt deine Überzeugungen.

Innere Überzeugungen, sogenannte Glaubenssätze, sind nicht fix in Stein gemeißelt. Es gibt kein „richtig und falsch“, keine absolute Wahrheit. Alles ist relativ – jeweils bezogen auf die Betrachtungsweise.

Finde heraus, was für dich funktioniert.

19. Flexibilität im Geiste ist der Nährboden für persönliches Wachstum.

Wenn es keine absolute Wahrheit gibt, dann bedeutet das, dein Gegenüber hat genauso Recht, wie du - jeweils aus der eigenen Perspektive.

Sofern ihr also unterschiedlicher Meinung seid, hinterfrage stets, mit welchen Augen der andere die Welt sehen muss, um zu dieser Annahme zu kommen. 

Versuche erst, neutral zu beobachten, statt direkt zu bewerten. Bedenke: Es könnte auch anders sein!

20. Bleib dir treu, ohne egozentrisch zu sein.

Was ist der Sinn deines Lebens? Welchen Fußabdruck willst du in der Welt hinterlassen?

Je mehr dein Tun mit dem Wohlergehen anderer Menschen verknüpft ist, desto eher werden sie dir helfen, deine Ziele zu erreichen.

Bleib dir selbst treu. Und hinterfrage, welchen Einfluss dein Handeln auf dein Umfeld hat. Passt das zu deiner Vorstellung?

Fazit

Zum Erwachsenwerden gehört die Erkenntnis, dass du selbst sowohl das Bild als auch der Maler deines Lebens bist. 

Du allein bist verantwortlich für deine Ergebnisse. Niemand sonst. Nicht dein Chef, nicht dein Partner, nicht die Gesellschaft. 

Male dein Bild in den schönsten Farben und lebe dein Leben nach deinen eigenen Vorstellungen. 

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Dagmar Gerigk
Dagmar Gerigk

Dagmar Gerigk ist Inhaberin von Vamos! Sie coacht Unternehmer und Manager, authentisch und motivierend zu führen. Resultat: Mehr Spaß bei der Arbeit, bessere Leistung und profitableres Geschäft!